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Birthday of a
Watchmaking
Pioneer.

Moritz Grossmann war ein begnadeter Uhrmacher, erfolgreicher Fabrikant, versierter Techniker, genialer Erfinder, Lehrmeister und Autor. Sein Werk und sein Wirken reichen bis in die Gegenwart. Mit der Entwicklung und dem Bau neuartiger Werkzeuge und Messgeräte, unter anderem mit metrischen Anzeigen, beeinflusste er das Uhrmacherhandwerk nachhaltig.

Wir widmen dieser großartigen Persönlichkeit, die das Uhrmacherhandwerk in vielen Bereichen als Pionier prägte, im Jubiläumsjahr eine Reihe limitierter Editionen und setzen darüber hinaus weitere Akzente rund um unsere Geschichte.

Im Jubiläumsjahr verbindet die Manufaktur Geschichte mit Gegenwart. Mit einer Reihe limitierter Zeitmesser würdigt sie das Werk und Erbe von Moritz Grossmann.

Moritz Grossmann schuf nicht nur beeindruckende Uhren, sondern beeinflusste mit der Entwicklung und dem Bau neuartiger Werkzeuge und Messgeräte mit metrischen Anzeigen auch das gesamte Uhrmacherhandwerk. Seine Verbesserungen betrafen oft kleinste Details, die jedoch eine umso größere Wirkung entfalteten. Auch in seinen Uhren fanden sich ungewöhnliche Konstruktionen, die bei anderen Glashütter Marken nicht anzutreffen waren.

Beispiele sind eine besondere Zeigerstellmechanik oder die Rückerschraube zur feineren Justierung der Ganggenauigkeit. Zudem entwickelte er Stoppuhren, die er Chronoscop oder Sekundenzähler nannte, und erhielt für eine dieser Konstruktionen ein Patent. Seine Uhren, Messinstrumente und Werkzeuge wurden vielfach ausgezeichnet.

Ebenso bedeutend war die Tätigkeit von Moritz Grossmann als Autor und Übersetzer von Fachliteratur. Durch die Vermittlung von Wissen und die Präzisierung von Begriffen und Verfahren prägte Grossmann die Uhrmacherei weit über seine Zeit hinaus.

Er übersetzte und publizierte Schriften ausländischer Autoren und gab diese oftmals im Selbstverlag heraus. Seine eigenen Arbeiten gelten noch immer als Standardwerke von höchster Qualität. Seine Abhandlung Der freie Ankergang für Uhren, die er selbst ins Englische übersetzte, erhielt einen ersten Preis bei einem Wettbewerb des British Horological Institute. Auch sein Werk Die Konstruktion einer einfachen, aber mechanischvollkommenen Uhr wurde zum Klassiker. Sogar ein Wörterbuch für Uhrmacher gehört zu seinem Gesamtwerk.

Seine Texte richteten sich sowohl an erfahrene Uhrmacher als auch an Lehrlinge, denn lebenslanges Lernen und die Weitergabe von Wissen waren für ihn der Kern des Handwerks.

1878 initiierte und gründete Grossmann die Deutsche Uhrmacherschule in Glashütte, mit der er sein ganzes Leben lang eng verbunden blieb. Er war an der Gestaltung der Lehrpläne beteiligt und prägte somit die Ausbildung von Uhrmachern über Generationen hinweg.

Der Stil dieses großartigen Uhrmachers sowie von ihm geschaffene Design- und Konstruktionsmerkmale finden sich in den modernen Armbanduhren von Moritz Grossmann wieder. Sie setzen das Erbe von Moritz Grossmann und seiner um die Jahreswende 1854/55 in Glashütte gegründeten Uhrmacherwerkstatt fort.

Doch zwischen Vergangenheit und Gegenwart steht eine bedeutende Zäsur: Als Moritz Grossmann im Jahr 1885 im Alter von nur 59 Jahren überraschend verstarb, fand sich kein Nachfolger. Die Firma erlosch und mehr als hundert Jahre lang war der Name Moritz Grossmann vor allem Fachleuten ein Begriff.

Das änderte sich im Jahr 2008, als die Uhrmacherin Christine Hutter die Grossmann GmbH als eigenständiges Unternehmen gründete. Das Unternehmen knüpft an die Werte und Tugenden seines Namenspatrons an, setzt sie fort und bleibt dabei seinem Anspruch treu.

Die Zeitachse führt durch Leben, Schaffen und Wirkung von Moritz Grossmann und zeigt, wie sein Erbe bis in die Gegenwart reicht.

  • Carl Moritz Grossmann wird am 27. März in Dresden geboren.

  • Er absolviert seine Ausbildung zum Uhrmacher in Dresden (1842–1847 unter anderem bei Uhrmacher Krumme) und geht anschließend auf Wanderschaft, unterbrochen durch Militärdienste.

  • Grossmann kehrt nach Sachsen zurück und eröffnet um die Jahreswende eine Uhrmacherwerkstatt in Glashütte.

  • Mit der Abhandlung Der freie Ankergang gewinnt er den ersten Preis bei einem Wettbewerb des British Horological Institute in London.

  • Über Jahrzehnte prägt er als führendes Mitglied den Glashütter Stadtrat. Er hat stellvertretend ein Landtagsmandat inne und initiiert die Gründung mehrere Vereine.

  • Mit der Gründung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte schafft Grossmann eine zentrale Ausbildungsstätte; im selben Jahr übersetzt er ein bedeutendes Lehrwerk von Claudius Saunier aus dem Französischen, ergänzt und publiziert es und führt es in der Schule ein. Einige seiner Lehrwerke werden bis heute in verschiedenen Sprachen immer wieder neu aufgelegt. In seiner Heimat setzt sich Grossmann für den Bau der Eisenbahn im Müglitztal ein.

  • Am 23. Januar stirbt Carl Moritz Grossmann in Leipzig.

  • Zu seinen Ehren entstehen ein Ölgemälde sowie eine Gedenktafel des Vereins deutscher Uhrmacher in London. Beide Werke befinden sich heute im Sammlungsbestand des Deutschen Uhrenmuseums Glashütte.

  • Die Grossmann Uhren GmbH wird durch Christine Hutter gegründet und knüpft an das Erbe von Moritz Grossmann an.

  • Mit der BENU entsteht das erste Grossmannsche Uhrenmodell der Neuzeit.

  • Die Manufaktur bezieht ihr neues Manufakturgebäude.

  • Mit der feierlichen Einweihung des Manufakturgebäudes erscheinen die Modellreihen BENU Gangreserve und ATUM, zudem ergänzt die BENU Tourbillon die Kollektion.

  • Mit TEFNUT und TEFNUT Lady erweitert die Manufaktur die Kollektion um neue Modellreihen.

  • TEFNUT 36 wird erstmals öffentlich gezeigt, zudem erweitern ATUM Pure und TEFNUT Pure als neue Stahluhren die Kollektion.

  • TEFNUT Twist (Grossmannscher Armbandaufzug) und ATUM Date erscheinen als Neuheiten, zudem werden die Schmuckuhr TEFNUT Sleeping Beauty sowie ein Uhrenset für die One Watch Charity Auction (historische Taschenuhr und ATUM Hommage) präsentiert.

  • Zum zehnjährigen Jubiläum präsentiert die Manufaktur Anniversary-Modelle und die BACKPAGE (gespiegeltes Kaliber) auf der Baselworld und versteigert in Zusammenarbeit mit Christie’s New York 24 Unikate.

  • Eine internationale Roadshow führt nach Dubai, Tokio, Hongkong und London; sie ist Anlass für die Lancierung mehrerer Neuheiten (unter anderem GMT, CORNER STONE, HAMATIC, MOON in SPACE, 37 ARABISCH Black & White) sowie TEFNUT Lady Butterfly.

  • BACKPAGE Transparent und HAMATIC Vintage erscheinen als Neuheiten, im November folgen XII Birthday Edition und GANGRESERVE in Edelstahl.

  • TREMBLAGE, ZENTRALSEKUNDE, HAMATIC Vintage und BACKPAGE Blue werden lanciert.

  • Mit der UNIVERSALZEIT erweitert die Manufaktur die Kollektion um eine Weltzeit-Komplikation.

  • BACKPAGE Green, GANGRESERVE Lachs, TEFNUT Anreibeversilbert und TREMBLAGE Birthday Edition werden lanciert.

  • TOURBILLON Tremblage, 37 ARABISCH Vintage sowie EMAIL RÖMISCH Vintage werden lanciert.

  • Der EWIGE KALENDER erscheint in drei Varianten und markiert die Premiere einer neuen Grossmann-Konstruktion.

  • Zum 200. Geburtstag von Moritz Grossmann würdigt die Manufaktur ihren Namensgeber mit Feierlichkeiten und limitierten Sondereditionen.

Die Biografien von Moritz Grossmann und Christine Hutter markieren Ursprung und Neuanfang der Manufaktur: das Werk des Uhrmachers aus dem 19. Jahrhundert und die Gründung der Grossmann Uhren GmbH im 
Jahr 2008.

Moritz Grossmann

Carl Moritz Grossmann wird am 27. März 1826 als Sohn eines Briefsortierers in Dresden geboren. Nach der Schule besucht er dort zwei Jahre lang die Technische Bildungsanstalt. Moritz Grossmann ist fasziniert von der Technik und dem Detailreichtum von Uhren. Auf der Suche nach neuen Methoden begibt er sich 1846 auf Wanderschaft, um das Uhrenwissen der Welt zu sammeln. Nach Aufenthalten in Hamburg und München zieht es ihn in die Schweizer Uhrenmetropole La Chaux-de-Fonds. Nach weiteren Stationen in England, Frankreich, Dänemark und Schweden kehrt er 1854 zurück. Hier, in seiner Heimat, erfüllt er sich seinen Traum und gründet ein eigenes Atelier. Moritz Grossmann, der auch als preisgekrönter Fachschriftsteller hohe Anerkennung genießt, baut nun Taschenuhren, Pendeluhren und

Präzisionsmessinstrumente — vom innovativen Detail bis zum kompletten Uhrwerk. Aber Glashütte ist für Moritz Grossmann mehr als nur die Wiege der deutschen Uhrmacherkunst. Er engagiert sich in verschiedenen Vereinen und unterstützt regionale Projekte. Von 1866 bis 1878 sorgt er auch als Ratsherr für das Wohl der Stadt Glashütte, später als Abgeordneter des königlich-sächsischen Landtags. Über seine Fachschriftstellerei hinaus will er sein Wissen weitergeben und initiiert 1878 die Gründung der Deutschen Uhrmacherschule und legt das Lehrkonzept fest. Die Uhrmacherkunst zieht sich durch sein Leben und ist die große Passion Moritz Grossmanns. Am 23. Januar 1885 verstirbt er unmittelbar nach einem Vortrag über „Die Einführung der Weltzeit“. Daraufhin wird sein Atelier aufgelöst.

Christine Hutter

Christine Hutter wird am 4. Februar 1964 in Eichstätt geboren. In München schließt sie ihre Uhrmacherlehre ab und ist ebenso wie früher Moritz Grossmann fasziniert von der zeitlosen Schönheit mechanischer Uhren. Daher befasst sie sich entgegen dem herrschenden Zeitgeist mit feinen alten Uhren und lernt diese kennen, lieben und zu restaurieren. Ihre „Wanderschaft“ führt Christine Hutter zuerst zu Wempe, einem der weltweit führenden Uhrenfachgeschäfte. Weitere Stationen ihres Schaffens sind Maurice Lacroix, Glashütte Original und A. Lange & Söhne. Sie sammelt wertvolle Erfahrungen im Marketing, baut neue Vertriebswege auf und entdeckt das Lebenswerk von Moritz Grossmann.

Inspiriert von dessen visionären Ideen sichert sich Christine Hutter die Markenrechte mit Hilfe ihrer Familie. Doch obwohl sie vom Charme Glashüttes beeindruckt ist und ihr Wunsch nach einer eigenen Manufaktur wächst, wird sie zunächst Geschäftsführerin der Haute Horlogerie Schindler SA in der Schweiz. Dort knüpft sie zahlreiche Kontakte zu anspruchsvollen Sammlern. Gleichzeitig reifen die Pläne, zurück nach Glashütte zu gehen und dort den Geist Moritz Grossmanns mit einer eigenen Manufaktur fortzusetzen. Diesen Wunsch setzt sie am 11. November 2008 in die Tat um: Christine Hutter gründet die Grossmann Uhren GmbH in Glashütte und erschafft im Namen Moritz Grossmanns schönstes deutsches Handwerk.

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